Lehrerin für Mathematik, Physik, Informatik

Stephie Schmidt

Alessandro Giuseppe Volta
Wie kann man Ursachen finden, wenn man nicht sowohl Quantität als auch Qualität eines Phänomens untersucht?

Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Graf von Volta

Notebook, Handy, Radio haben alle etwas gemeinsam: Ohne die Erfindung der Voltaschen Säule (Batterie) wären sie nicht das, was sie sind.

Im Selbststudium beschäftigte er sich mit Büchern über Elektrizität. 1775 wuchs seine Bekanntheit durch die Erfindung des bald in ganz Europa benutzten Elektrophors, mit dem durch Influenz erzeugte statische Elektrizität viel bequemer erzeugt und transportiert werden konnte. 1776 entdeckt er in aus den Sümpfen am Lago Maggiore aufsteigenden Gasblasen Methan und beginnt mit dem brennbaren Gas zu experimentieren (Volta-Pistole, in der ein elektrischer Funke in einer Flasche die Verbrennung auslöst, also eine Art Gasfeuerzeug). Er konstruiert damit stetig brennende Lampen und benutzt seine Volta-Pistole als Messgerät für den Sauerstoffgehalt von Gasen (Eudiometer). Er erfindet ein („Strohhalm“-) Elektroskop zur Messung kleinster Elektrizitätsmengen (1783), quantifiziert die Messungen unter Einführung eigener Spannungseinheiten (das Wort „Spannung“ stammt von ihm) und formuliert die Proportionalität von aufgebrachter Ladung und Spannung im Kondensator.

Seine größte und erfolgreichste Erfindung war jedoch die um 1800 konstruierte Voltasche Säule, die erste funktionierende Batterie (nachdem er schon in den 1790er Jahren elektrische Spannungsreihen verschiedener Metalle untersucht hatte). Sie bestand aus übereinander geschichteten Elementen aus einer Kupfer- und einer Zinkplatte, die von Textilien, die mit Säure (zunächst Wasser bzw. Salzlake) getränkt waren, voneinander getrennt waren. Diese Erfindung der Batterie ermöglichte die weitere Erforschung der magnetischen Eigenschaften elektrischer Ströme und die Anwendung der Elektrizität in der Chemie im folgenden Jahrhundert.

Sein Biograph sagt über Volta:

„Er gehörte nicht zu jenen Philosophen, welche in trotzigem Mißbrauch ihres Talentes in demselbigen Maße sich gegen Gott erheben, in welchem es ihnen gelingt, den Schleier ein wenig zu lüften, der dem Blick der Menge die weltbeherrschenden Naturgesetze verbirgt.

Im Gegenteil, er schien aus seinen Studien und erstaunlichen Entdeckungen immer neuen Antrieb zu ziehen, um den allmächtigen Schöpfer jener unendlichen Wunderfülle zu bewundern und zu loben, von welcher der Menschengeist bisher nur einen winzigen Teil hat erforschen können.

Gästebuch Impressum Disclaimer